A u f b a u k u r s | 5 T a g e

 

 

Licht als Werkzeug des Gestaltens wird mit LED und anderen modernen Leuchtmitteln im Detail erfahrbar. Die Darstellungsmöglichkeiten werden erweitert durch farbiges Licht, dreidimensionale Schattenbilder und Teilfeldbeleuchtungen. Verschiedene Erzählformen bis hin zur konkreten Dramaturgie werden thematisiert und praktisch erprobt.

Er findet jährlich im Anschluß an den Basiskurs in der Woche nach Ostern und in der zweiten Augustwoche im faszinierenden Weltkulturerbe Bamberg statt. Der vorherige Besuch des Basiskurses wird zum besseren Verständnis empfohlen, ist aber keine Voraussetzung.

 

 

"M i t   L i c h t   g e s t a l t e n"

 

Teil I: Licht als Werkzeug |3 Tage


Die Vielfalt des Lichts

  • Moderne Leuchtmittel und ihre Verwendbarkeit

  • Die Beeinflussung des Lichts
    technische Aspekte, Handhabbarkeit, div. Hilfsmittel

  • Haupt- und Nebenwerkzeuge
    Halogen, LED, OHP und andere Leuchtmitte
  • Lichtkombinationen
    Erweiterung der Bilderwelt

Außergewöhnliches Licht

  • Farbige Schatten - das RGB System
    Einrichtung und Experimente

  • Dreidimensionale Schatten
    Voraussetzungen, technische Einrichtung und Spiel

  • Laser - ein Thema für sich
    Grundlagen, Handhabung, Sicherheit,
    Farben und ihre Kombination,
    Reflexion, Brechung, Streuung und Schatten



Licht und Komposition

  • Licht und Position
    Grundformen, Perspektiven, Licht als Kamera
  • Figur und Objekt
    zwei / dreidimensional, selbstleuchtende Figuren, beleuchtete  Innenräume,
    abstrakte Figuren, Naturalismus und Abstraktion, Schablonen und Formate

  • Struktur / Farbe / Hintergründe
    Gestaltungsmöglichkeit Struktur, Brechung mit div. Leuchtmitteln
    Grundtemperatur, Farbzugaben, abstrakte Räume

  • Funktionales Licht
    Szenenbetonungen

 

 

Licht und Körper

  • Licht und  Person
    Menschenschatten klassisch/farbig/symmetrisch

  • Licht und Körper
    physisches Schattentheater,Landschaften des Körpers,
    Kombination mit Figuren

  • Licht und Hände
    rhythmische Arbeiten, Handschatten abstrakt/naturalistisch

  • Abstrakte Figuren
    Dopplung und Mehrfeldbeleuchtung, grafisches arbeiten

 

 

Erzählformen mit Licht

  • Die Erzählbühne im modernen Schattentheater
    Basiskonstruktion, Parameter, Ausstattung/Einrichtung, Objekte/Figuren

  • „Archaisches“ Erzählen
    Grundidee, die Geschichte, Bild, Lichtbewegung als Teil der Erzählung, Ton,
    Stimme, Erzählweise, Erzählposition, Erzählzeit, Spielweise

    Erzählhaltungen des Lichtes
    statisch, entfesseltes Licht, motivierte Bewegung, Schwenk, Parallelfahrt, Ran / Rückfahrt

  • Abstraktes Erzählen
    Kombinationen, Nummernprogramme



Malen mit Licht

  • Herleitung
    Camera Obscura, Langzeitbelichtung, Software Lpl

  • Einrichtung und Bühnenaufbau
    Laptop, Webkamera, Beamer, Leinwände, Verbindungen,
    Justierung, verschiedene Einstellungen und Lichtquellen

  • Malen mit Licht
    Werkzeuge und Techniken
     

 

 

 

Teil II: Von der Idee zum Stück |2 Tage

(mit Regisseur Joachim Torbahn, Thalias Kompagnions, Nürnberg)


Dramaturgie heisst: die richtigen Fragen stellen

 

  • Prüfung der Geschichte
    Warum diese Geschichte? Warum mit Schatten? Sind die Bilder durchgängig umsetzbar?

  • Entwicklung einer Spielidee
    Gibt es Rahmenhandlung? Linear erzählen? Vor der Leinwand oder dahinter?

  • Ausloten der Spielform
    Traditionelle Spielweise? Offene Spielweise? Requisitenbuch?

  • Lichtquellen
    Welche? Batterie oder Kabel? Helligkeit? Farbe? Dimmung?




Konkretisierungen

  • Bühne
    Wie sieht sie aus? Woraus besteht sie? Wo ist die Leinwand?
    Wie ist sie und woraus? Was ist gute Logistik?

  • Licht
    Wie wird es geführt? Wo ist es platziert? Läßt es sich funktional einsetzen?

  • Bilder
    Welche Auswahl? Welchesw Material? Welche Form der Präsentation?
    Werden sie zeitlich angesiedelt? Abstrakt oder naturalistisch?

  • Figuren
    Welches Material? Wie bewegen sie sich? Wie werden sie geführt?
    Was können sie und was müssen sie können?

  • Sprache
    Wie wird erzählt? Gibt es Dialoge? Werden die Figuren stimmlich erkennbar angelegt? Gibt es Lautmalerei? Braucht es Stimmverstärkung?


  • Musik
    Welche Technik? Mp3? Diktiergerät? Zuspielung? Livemusik?

  • Spieler/Spielerin
    Wer ist der Spieler, die Spielerin im Stück? Weiss er/sie mehr als die Figuren? Wie ist die innere Haltung?


Alles fügt sich zusammen

 

  • Spielszenen entwickeln
    Interaktion zwischen Licht und Figur, Verknüpfung der Elemente Licht, Figur, Sprache, Musik, erstes Skript

  • Szenenwechsel
    Funktionieren die Übergänge? Wie entsteht guter Rhythmus? Gibt es ein Storyboard? Arbeit mit Videotakes?

  • Kleine Inseln
    Gibt es Besonderheiten? Auf welchen Ebenen finden sie statt?

     

 

 

Sophie Reichelt, Leipzig:  


Ich zehre wie wild von der Woche mit dir und den Anderen. Ich glaube, dass es sehr selten ist, dass man als Erwachsener nochmal so viel Input bekommt und so viel Begeisterung in jeder Richtung in eine Sache stecken kann. Hab ganz vielen Dank für all das, was du uns in dieser Woche gezeigt hast und was du an uns abgegeben hast. Ich glaube, es ist viel viel mehr als nur Schatten.