D r a m a t u r g i e

 

 

Um ein Stück spannend auf die Leinwand zu bringen, müssen viele Fragen beantwortet werden. Anhand einer Geschichte für Kinder wird der gesamte Entwicklungsprozess einer Inszenierung mit dem Licht als Werkzeug erkundet.

  

"V o n   d e r   I d e e   z u m   S t ü c k"

 

Die ersten Fragen

 

  • Prüfung der Geschichte
    Warum diese Geschichte? Warum mit Schatten?
    Sind die Bilder durchgängig umsetzbar?

  • Entwicklung der Spielidee
    Gibt es eine Rahmenhandlung?
    Linear oder nicht linear erzählen? Vor oder hinter der Leinwand?

  • Lichtquellen
    Welche eignen sich für die Geschichte? Batterie oder Kabel?
    Helligkeit? Farbe? Dimmung?


 

Konkretisierungen

 

  • Bühne
    Wie sieht sie aus? Woraus besteht sie? Wo hängt die Leinwand,
    wie ist sie und woraus? Was ist gute Logistik?
  • Licht
    Wie wird es geführt? Wo ist es platziert? Lässt es sich funktional einrichten?
  • Bilder
    Welche Auswahl? Welches Material? Welche Form der Präsentation?
    Werden sie zeitlich angesiedelt? Naturalistisch oder abstrakt?

  • Figuren
    Welches Material? Wie bewegen sie sich? Wie werden sie geführt?
    Was können sie und was müssen sie können?

  • Sprache
    Wie wird erzählt? Gibt es Dialoge? Werden die Figuren stimmlich angelegt?
    Gibt es Lautmalereien? Braucht es Stimmverstärkung?

  • Musik
    Welche Technik? Mp 3? Diktiergerät? Zuspielung? Livemusik?

  • Spielerin / Spieler
    Wer ist die Spielerin / der Spieler im Stück? 
    Weiss sie / er mehr als die Figuren?
    Wie ist die innere Haltung?


Alles fügt sich zusammen 

  • Spielszenen entwickeln
    Interaktion zwischen Licht und Figur, Verbindung der Elemente
    Licht, Bewegung, Sprache und Musik,
    erstes Skript

  • Dramaturgie und Übergänge
    Funktionieren die Übergänge? Wie entsteht guter Rhythmus?
    Wie verläuft die Spannungskurve?
    Von der Totalen ins Detail? Wie wird der Text entwickelt?
    Gibt es ein Storyboard? Arbeit mit Videotakes?

  • Kleine "Inseln"
    Gibt es Besonderheiten? Auf welcher Ebene finden sie statt?
    Kleine Wunder oder "Gefahren" einbauen?
    Entdecken ist das Vergnügen des Zuschauers!

  • Was sonst noch wichtig ist
    Passt das Ambiente? Welche Forderungen stellt der Raum?
    Umgang mit dem Publikum? 


Ruth Adam, Berlin

So viel an Inspirationen und Entdeckungen, die ich aus diesen wunderbaren Tagen in Bamberg mitnehme! Ein riesiger Wissensschatz, auf bewundernswert strukturierte und organisierte Weise geteilt und auf sehr einfühlsame Weise vermittelt. So viel Liebe in jedem Detail!
Danke!